„Jeder, der daran mitgemacht hat, soll seine gerechte Strafe erhalten – damit so was nie wieder passiert.“ Yunus Turgut

Filme und Gespräch mit Karaman Yavuz und Yunus Turgut.

Karaman Yavuz, fester freier Journalist beim NDR und Co-Autor des Eröffnungsfilms „Acht Türken, ein Grieche und eine Polizistin“ unserer Veranstaltungsreihe, der am 08.09. noch zu Filmaufnahmen in Kurdistan war und im 3001 von daher nicht dabei sein konnte,  kommt nun in den Goldenen Salon und mit ihm Yunus Turgut.

Foto ARDYunus Turgut ist der Bruder des am 25.02.2004 in Rostock ermordeten NSU-Opfers Mehmet Turgut. Er lebte zur Zeit der Ermordung seines Bruders in Norddeutschland, wurde aber sechs Monate nach der Tat in die Türkei abgeschoben, da er, wie auch sein Bruder, undokumentiert in Deutschland lebte.

Nun ist Yunus Turgut zurück in Deutschland, um am sogenannten NSU-Prozess in München teilzunehmen. Er wird uns erzählen, wie die Behörden nach dem Mord an seinem Bruder Mehmet mit ihm und seiner Familie umgegangen sind.
Die deutschen Behörden setzten die Familie nicht einmal darüber in Kenntnis, dass die mutmaßlichen Mörder ihres Sohnes und Bruders Neonazis waren, die mindestens neun weitere Menschen ermordet haben – das übernahm das NDR-Team um Karaman Yavuz.

Karaman Yavuz besuchte auch die Familie von Ismail Yasar, der am 09.06.2005 in Nürnberg ermordet wurde in Kurdistan und begleitete Mutter und Bruder zu Bundespräsident Gauck nach Berlin und zum Prozess in München.

Wir zeigen die daraus für den Stern entstandenen Filmbeiträge und den für den NDR gefilmten Besuch bei Familie Turgut aus dem  Jahr 2011. Karaman Yavuz und Yunus Turgut werden uns einen Einblick in die von Ignoranz, offener Diskriminierung und völligem Desinteresse den Opfern und ihrer Angehörigen gegenüber geprägten Ermittlungen geben und werden auch Fragen aus dem Publikum beantworten.

Sonntag, 15.12.2013, 17.00 Uhr
Goldener Salon im Hafenklang,
Große Elbstraße 84, 22767 Hamburg

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